Hallo Deutschland.
Nun bin ich schon fast zwei Wochen in Ecuador und es geht mir gut. Da ich gerade ein wenig Zeit habe, moechte ich mal wieder von mir hoeren lassen. Ich bekomme so manche E-mails und kann sie leider nicht immer so detailliert beantworten, so nutze ich diesen Blog.
Ecuador ist wirklich ein sehr sehr schoenes Land. Ich schwanke hier oft zwischen Begeisterung und Furcht vor dem vielen Neuen. Da bleibt mir im wahrsten Sinne des Wortes auch manchmal der Atem aus, bei ueber 2000 Metern Hoehe und den vielen Abgasen in der Grossstadt.
In den ersten Tagen war mir schon schwindelig und ich bin oft immer noch oft muede, aber wir arbeiten als Team an die schnellsmoegliche Anpassung. Wir gehen jeden zweiten Tag im Park ganz in der naehe unserer Unterkunft joggen. Auch wenn ich noch nicht allzu weit komme, so bin ich froh, dass ich einfach mal wieder sportlich aktiv bin, weil ich normalerweise voll der sportmuffel bin.
Im Team lauft's gut. Wir speielen abends oft uno oder singen zusammen Lieder.
Wir geniessen gerade die zwei dicken Bananenstauden, und verputzen durchschnittlich drei Bananen am Tag, weil die alle gleichzeitig reif werden. Wisst ihr wieviel hier eine Bananenstaude kostet? 3 Dollar und da sind bestimmt 50 Bananen dran.
Generell ist hier vieles total billig. Taxi fahren z.B innerhalb der Stadt kostest pro Taxi nur 1 Dollar, auch wenn es voll ist. Das habe ich aber erst gestern gecheckt. Ich dachte naemlich, dass es pro Person win Dollar kostet und habe den Taxifahrer 4 Dollar in de Hand gedrueckt, ich hatte mich schon gewundert, dass er uns einen so wunderschoenen Tag gewuenscht hat....
Naja, aus Fehlern lernt man.
Manchmal gibt es ein wenig peinliche Situation, z.B. wenn man auf der Strasse Leute aus der Gemeinde trifft und deren Namen immer wieder vergisst. Vor ein paar Tagen als wir joggen waren, ruft da jemand "Hola Hola" (also Hallo Hallo!) und ich dreh mich um und denke, was will der von mir, bis sich nachher rausstellt, dass es ein alter Man von der Gemeinde war und ich ihn einfach nicht mehr erkannt hab.
Es sind so viele neue Gesichter, die ich bis jetzt immer nur kurz gesehen habe.
Die Zeit der kleinen Ausfluege und der Vorbereitungen geht jetzt langsam vorbei und wir lernen jetzt immer mehr die Arbeit der Liebenzeller Mission hier Ecuador kennen.
Gestern etwa waren wir im Dschungel, ueber 1000 Meter tiefer als Ibarra und haben Missionare im Urwald(oder das, was aufgrund von Rodungen uebrig blieb).
Wir sind eime dreiviertel Stunde auf einem Viehtransporter unterwegs gewesen auf einer Strasse, die das ganze zu einem lustigen Abenteuer gemacht hat. Danach sind wir noch genauso lange gelaufen, bis in das Gebiet der Awa-Indianer.
Dort wohnen auf einem Berg zwei amerikanische Missionarsfamilien, die ein Haus haben, wie man es nur hoechstens aus dem Fernsehen oder der eigenen Fantasy kennt. Echt urig aber auch super toll.
So, das war's jetzt erstmal von mir. Verzeiht mir, wenn ich nicht alle Mails ausfuehrlich beantworte, freu mich aber trotzdem ueber News aus Deutschland!
Fotos sind aus technischen und zeitlichen Gruenden noch nicht zum hochladen verfuegbar, kommen aber bald.
Bis dann und danke fuer's Interesse!
Benni